Schwerer Unfall auf Forststraße zum Rotwandhaus – Fahrer hat großes Glück

12. September 2025

Am Freitagmittag, dem 12. September 2025, wurde die Bergwacht Schliersee zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Forststraße zum Rotwandhaus alarmiert. Ein 52-jähriger Autofahrer aus Schliersee war mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug stürzte rund 30 Meter in die Tiefe und überschlug sich dabei mehrfach – insgesamt vier Mal.


Trotz der dramatischen Umstände hatte der Fahrer großes Glück: Er konnte sich selbstständig aus dem stark beschädigten Fahrzeug befreien. Die alarmierten Einsatzkräfte der Bergwacht Schliersee trafen kurz darauf am Unfallort ein und übernahmen die medizinische Erstversorgung des Mannes. Anschließend wurde er zur weiteren Behandlung an den Rettungsdienst übergeben.


Parallel zur medizinischen Versorgung wurde die Alpine Einsatzgruppe der Polizei hinzugezogen. Diese übernahm die Unfallaufnahme und koordinierte die Bergung des verunglückten Fahrzeugs, das sich in schwierigem, steilem Gelände befand. Die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften der Bergwacht, der Polizei und dem Rettungsdienst verlief reibungslos und professionell.


Solche Einsätze zeigen eindrucksvoll, wie schnell sich eine vermeintlich harmlose Fahrt auf einer Forststraße in eine lebensbedrohliche Situation verwandeln kann. Gerade in alpinem Gelände ist besondere Vorsicht geboten – lose Untergründe, enge Kurven und steile Abhänge stellen hohe Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer.

Wir wünschen dem Verunfallten eine schnelle und vollständige Genesung und bedanken uns bei allen beteiligten Einsatzkräften für ihren engagierten und koordinierten Einsatz.

16. Januar 2026
Wenn es im unwegsamen Gelände zu einem medizinischen Notfall kommt, zählt Teamarbeit. Dann rücken oft Rettungsdienst und Bergwacht gemeinsam aus. Wir waren kürzlich mit der Rettungswagenbesatzung aus Fischbachau gemeinsam im Einsatz. Auf einer Alm am Spitzingsee wurde Hilfe benötigt. Mit dem Skidoo ging es für die Einsatzkräfte über verschneites Gelände hinauf zum Einsatzort. Auch den Abtransport haben wir gemeinsam organisiert, um einen zügigen und reibungslosen Ablauf in die Klinik zu gewährleisten.
11. Januar 2026
Bei Schneetreiben und einsetzender Dunkelheit gerieten vier Skitourengeher auf dem Weg zur Bodenschneid in eine Notlage. Die Bergwacht Schliersee rückte aus. Verletzt wurde niemand. Aus steilem, unwegsamem Gelände musste die Bergwacht Schliersee am späten Samstagnachmittag (10. Januar) vier Skitourengeher retten. Die Wintersportler hatten einen Notruf abgesetzt, weil sie sich eine Fortsetzung ihrer Tour eigenständig nicht mehr zugetraut hatten. Bei starkem Schneefall waren bereits mehrere Schneerutsche in dem Hang abgegangen. Wie Bergwacht-Sprecher Lorenz Haberle berichtet, hatten die drei Frauen und der Mann mithilfe eines Online-Tourenportals eine Rundtour von Neuhaus auf die Obere Firstalm und von dort zur Bodenschneid und zum Suttenstein geplant. Auf dem Weg zur Bodenschneid versäumten die Sportler allerdings einen Abzweig und gerieten in steiles Hanggelände. In ihrer Angst alarmierten sie gegen 16.20 Uhr, also bereits bei einsetzender Dämmerung, die Leitstelle. „Es hieß, dass Lebensgefahr besteht“, erklärt Haberle. Die Bergwacht Schliersee rückte daraufhin mit sechs Bergrettern und einer Hundeführerin aus. Ein in der Nähe befindlicher Rettungshubschrauber konnte aufgrund des Schneetreibens und der schlechten Sicht die Einsatzkräfte nicht unterstützen. Ein Bergretter und das Schneefahrzeug des Skigebiets begaben sich in die Nähe der der Tourengeher-Gruppe, die laut Haberle gut ausgerüstet war und Lampen dabei hatte, und geleitete sie durch Lichtzeichen in sicheres Gelände. In der Zwischenzeit machte sich an der Unteren Firstalm eine Einsatzmannschaft bereit, um gegebenfalls bei einem Lawinenabgang sofort eingreifen zu können. Von dort ging es zur Unteren Firstalm, wo ein Rettungsfahrzeug der Bergwacht die Sportler aufnahm und zurück nach Neuhaus brachte. Alle blieben glücklicherweise unverletzt und waren laut Haberle nach der Rettungsaktion wieder guter Dinge. Aus Sicht der Bergwacht hätten die Sportler richtig gehandelt, sagt der Pressesprecher. Das Gelände, in das sich die Gruppe verirrt hatte, „ist einfach zu steil, fast senkrecht“. Haberle rät dazu, nach den ergiebigen Neuschneefällen bei Tourenplanungen auch die aktuellen Lawinenwarnstufen im Blick zu behalten. nach Bericht vom 12.01.2026 auf merkur.de
11. Januar 2026
Ein Münchner (19) verirrte sich im Tiefschnee bei der Kümpfelalm. Die Bergwacht Schliersee musste einen Hubschrauber anfordern, um ihn zu retten. Mit letzter Kraft schleppte sich ein 19-jähriger Münchner in den Kuhstall der Kümpfelalm. Das und die Tatsache, dass er trotz des dort oben eigentlich schlechten Mobilfunknetzes noch einen Notruf absetzen konnte, bewahrte den jungen Wanderer wohl vor dem Erfrierungstod. „Es war wirklich knapp“, schildert Lenz Haberle, Pressesprecher der Bergwacht Schliersee. Wie der junge Mann überhaupt am Sonntagabend in diese entlegene Gegend gelangt war, ließ sich für die Rettungskräfte nicht rekonstruieren. „Er war sichtlich desorientiert.“ Der Münchner sei nur mit Wanderstiefeln unterwegs gewesen, während angesichts des stark verwehten und hohen Neuschnees laut Haberle mindestens Schneeschuhe angebracht gewesen wären. Lawinenwarnstufe drei erschwert Rettung Der Notruf sei gegen 19.15 Uhr über WhatsApp bei der Polizei eingegangen, berichtet Haberle. Die Bergwacht habe dann zunächst fünf Einsatzkräfte mit dem ATV-Fahrzeug über den Fahrweg Richtung Rotwandhaus bis zur Abzweigung zu den Kümpfl-Almen geshuttelt. Von dort aus nahmen die Retter einen halbstündigen Marsch mit Tourenski in Angriff. Das angesichts Lawinenwarnstufe drei durch den verfrachteten Schnee an den Südosthängen sowie vollständiger Dunkelheit nicht ohne Risiko. Um keine Zeit zu verlieren, forderte die Bergwacht einen Polizeihubschrauber an. Der konnte zwar wegen des tiefen Pulverschnees nicht landen, setzte aber einen Luftretter per Winde ab, der den bereits stark unterkühlten 19-Jährigen aus seiner lebensgefährlichen Lage befreite. Tatsächlich hätte wohl eine Bergung per Akya zu lange gedauert, berichtet Haberle. So habe der Heli den jungen Mann direkt ins Krankenhaus geflogen, wo eine Körperkerntemperatur von nur noch 36 Grad gemessen wurde. Die insgesamt zehn Rettungskräfte der Bergwacht konnten gegen 23.30 Uhr endlich die Heimreise antreten. Bericht vom 12.01.2026 im auf merkur.de
21. Dezember 2025
Am Sonntag, den 21.12.2025, gegen 13 Uhr wurde die Bergwacht Schliersee zu einem Einsatz mit zunächst unklarer Lage alarmiert. Erst nachdem der Einsatzleiter und die Integrierte Leitstelle Rosenheim die bestehenden Sprachbarrieren überwunden hatten, wurde der Sachverhalt deutlich: Eine chinesische Wandergruppe befand sich am Brecherspitz-Nordgrad und versuchte in Richtung Neuhaus abzusteigen. Die Gruppe folgte dabei einem auf einem Tourenportal eingezeichneten Pfad. Während des Abstiegs kam es zu einem Unfall: Ein Mitglied der Gruppe stürzte und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Aufgrund der Geländesituation und der Schwere der Verletzung wurde zusätzlich ein Rettungshubschrauber alarmiert. Dieser nahm einen Luftretter der Bergwacht Schliersee auf, während sich zeitgleich eine Mannschaft zu Fuß auf den Weg zur Einsatzstelle machte. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde der Verletzte medizinisch versorgt. Ein weiterer Luftretter wurde zur Unterstützung nachgebracht. Nach umfassender Versorgung und Stabilisierung wurde der Verunglückte schließlich mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau in die Klinik transportiert. Die restlichen acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wandergruppe wurde von den Einsatzkräften betreut und gemeinsam zu Fuß ins Tal gebracht. Gegen 16 Uhr endete der Einsatz für die sechs Einsatzkräfte der Bergwacht Schliersee.
31. Oktober 2025
Am Abend des 31. November 2025 führte die Bergwacht Schliersee gemeinsam mit der Feuerwehr Schliersee eine groß angelegte Einsatzübung in steilem, unwegsamem Gelände durch. Ziel war es, ein realistisches Szenario zu trainieren, das jederzeit auch im echten Einsatz eintreten könnte – ein abgestürzter Pkw mit mehreren verletzten Personen. Das Übungsszenario hatte es in sich: Ein Fahrzeug war von der Straße abgekommen und eine steile Böschung hinabgestürzt. Eine Person war unter dem Fahrzeug eingeklemmt, eine weitere schwer verletzt im Inneren eingeschlossen. Eine dritte Person wurde beim Aufprall aus dem Auto geschleudert und lag schwer verletzt einige Meter unterhalb der Unfallstelle. Die Feuerwehr übernahm die technische Rettung und sicherte das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen. Parallel dazu baute die Bergwacht Sicherungssysteme auf, um den Einsatzkräften einen gefahrlosen Zugang zur Unfallstelle zu ermöglichen. Die medizinische Erstversorgung der Verletzten erfolgte durch unsere Einsatzkräfte direkt vor Ort – unter erschwerten Bedingungen und mit höchster Konzentration. Besonders herausfordernd gestaltete sich der Abtransport der Patienten. Aufgrund des steilen Geländes kamen zwei Aufzieh-Systeme zum Einsatz, mit denen die Verletzten schonend und sicher zur Straße hinauf transportiert wurden. Diese Technik erfordert nicht nur präzise Planung, sondern auch eingespielte Teams und körperlichen Einsatz – beides war bei dieser Übung eindrucksvoll gegeben. Die Übung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die enge und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bergwacht ist. Während die Feuerwehr ihre Expertise in der technischen Rettung einbrachte, sorgte die Bergwacht für Sicherheit im Gelände und eine professionelle medizinische Versorgung. Nur durch das perfekte Zusammenspiel beider Organisationen konnte das komplexe Szenario erfolgreich bewältigt werden. Ein herzliches Dankeschön an die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Schliersee für die hervorragende Zusammenarbeit, den engagierten Einsatz und den stets kameradschaftlichen Umgang. Solche Übungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Einsatzvorbereitung – für mehr Sicherheit in unserer Region.
31. Oktober 2025
Am Freitag, den 31. Oktober 2025, fand an der Stümpflingbahn am Spitzingsee eine Evakuierungsübung statt. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Alpenbahnen Spitzingsee trainierte die Bergwacht Schliersee den Ernstfall: die Evakuierung einer Sesselbahn. Solche Übungen sind ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit – denn im Notfall zählt jede Minute. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften der Bergwacht und dem Seilbahnpersonal zu stärken, Abläufe zu optimieren und die Sicherheit für unsere Gäste weiter zu erhöhen. Bei der Übung wurde ein realistisches Szenario simuliert: Ein technischer Defekt zwingt zum Stillstand der Bahn, mehrere Fahrgäste sitzen in den Sesseln fest. In enger Abstimmung mit dem Seilbahnpersonal begannen unsere Einsatzkräfte mit der Evakuierung – professionell, ruhig und effizient. Mit Hilfe spezieller Abseiltechniken wurden die „verunglückten“ Fahrgäste sicher zu Boden gebracht. Solche Trainings sind nicht nur für unsere Einsatzkräfte wichtig, sondern auch ein Zeichen an unsere Gäste: Ihre Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Nur durch regelmäßige Übungen können wir gewährleisten, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und wir schnell und sicher helfen können. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten – insbesondere dem Team der Alpenbahnen Spitzingsee – für die hervorragende Zusammenarbeit und den reibungslosen Ablauf der Übung. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass sich unsere Gäste in den Bergen rund um den Spitzingsee stets gut aufgehoben fühlen.
3. Oktober 2025
Am Freitag, den 3. Oktober 2025, wurde die Bergwacht Schliersee gegen 17:00 Uhr zu einem anspruchsvollen Einsatz an der Dürnbachwand alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete: „Vier Personen im Absturzgelände“. Bereits bei der ersten Lageeinschätzung durch den Einsatzleiter wurde klar, dass es sich um eine kritische Situation handelte. Eine Person war im steilen Gelände abgerutscht und hatte sich dabei leicht verletzt. Eine weitere Person befand sich in einer äußerst gefährlichen Position und drohte ebenfalls abzustürzen. Zwei weitere Begleiter befanden sich in sicherer Umgebung, konnten jedoch nicht eigenständig absteigen. Ein Rettungstrupp der Bergwacht Schliersee machte sich umgehend auf den Weg zur Unfallstelle. Das Gelände war steil und anspruchsvoll, sodass bereits beim Aufstieg höchste Konzentration und Erfahrung gefragt waren. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, wurden vor Ort Sicherungssysteme aufgebaut. Da sich der Zustand der Patientin, die vom weiteren Abrutschen bedroht war, zunehmend verschlechterte, entschied der Einsatzleiter, zur schnellen und sicheren Rettung einen Rettungshubschrauber anzufordern. Die speziell ausgebildeten Luftretter der Bergwacht haben gemeinsam mit der Hubschrauberbesatzung alle Personen sicher aus der Wand gerettet. Insgesamt waren sieben Einsatzkräfte der Bergwacht Schliersee, zwei Kollegen der Bergwacht München sowie ein Luftretter der Bergwacht Leitzachtal beteiligt. Der Einsatz konnte gegen 20:30 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden.  Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für den professionellen Einsatz und die hervorragende Zusammenarbeit – gemeinsam für die Sicherheit in unseren Bergen.
21. September 2025
Am Sonntagnachmittag, den 21. September 2025, wurde die Bergwacht Schliersee gegen 14:30 Uhr zu einem Einsatz auf der beliebten Mountain-Kart-Strecke am Stümpfling gerufen. Kurz nach der Bergstation war ein junges Mädchen von der Strecke abgekommen und hatte sich dabei verletzt. Aufgrund der ersten Meldungen über das Unfallgeschehen wurde neben der Bergwacht auch umgehend ein Notarzt alarmiert. Die schnelle Reaktion aller Beteiligten war entscheidend, um eine bestmögliche Versorgung der Patientin sicherzustellen. Nach dem Eintreffen unserer Einsatzkräfte vor Ort wurde die Lage rasch eingeschätzt. Um die medizinische Versorgung zu optimieren und einen schonenden Transport zu gewährleisten, forderte der Einsatzleiter zusätzlich einen Rettungshubschrauber an. Der „Heli 3“ traf kurze Zeit später am Einsatzort ein. Die Erstversorgung übernahmen die Einsatzkräfte der Bergwacht Schliersee gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Bergwacht München sowie dem bodengebundenen Notarzt. Nach der Stabilisierung der Patientin wurde sie an das Team des Rettungshubschraubers übergeben und in ein geeignetes Krankenhaus geflogen. Der Einsatz verlief dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten reibungslos und professionell. Gerade bei Unfällen in alpinem Gelände ist das Zusammenspiel von Bergwacht, Notarzt und Luftrettung entscheidend, um schnell und effektiv helfen zu können.  Wir wünschen der jungen Verunfallten eine rasche und vollständige Genesung und bedanken uns herzlich bei allen Helferinnen und Helfern für ihren engagierten Einsatz.
10. August 2025
Am Sonntag, den 10. August 2025m wurden wir zu einem eher ungewöhnlichen, aber nicht weniger wichtigen Einsatz unterhalb der Rotwand gerufen. Das Alarmstichwort lautete: „Tierrettung – Schaf in Erdloch“. Ein Schaf war kurz unterhalb des Gipfels in ein Erdloch gestürzt und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Glücklicherweise wurde das Tier rechtzeitig entdeckt, sodass schnell Hilfe organisiert werden konnte. Gemeinsam mit dem zuständigen Senner machten sich unsere Einsatzkräfte auf den Weg zur Unglücksstelle. Vor Ort bot sich ein kurioses, aber auch besorgniserregendes Bild: Das Tier steckte bis zum Rumpf in einem schmalen Erdloch fest, konnte sich kaum bewegen, schien aber unverletzt zu sein. Mit vereinten Kräften und viel Fingerspitzengefühl gelang es uns, das Schaf behutsam zu befreien. Dabei war besondere Vorsicht geboten, um das Tier nicht zusätzlich zu verletzen oder zu stressen. Nach der erfolgreichen Rettung zeigte sich das Schaf wenig beeindruckt von der Aufregung um seine Person – es schüttelte sich kurz und begann dann, seelenruhig weiter zu grasen. Eine Dankesrede blieb aus, aber das zufriedene Wiederkauen war für uns Lob genug. Auch wenn es sich nicht um einen klassischen Notfalleinsatz handelte, zeigt dieser Vorfall einmal mehr, wie vielseitig die Aufgaben der Bergwacht sind. Ob Mensch oder Tier – in den Bergen zählt oft jede Minute, und wir sind jederzeit bereit, zu helfen. Ein herzliches Dankeschön an den Senner für die gute Zusammenarbeit und die schnelle Alarmierung. Gemeinsam konnten wir das Tier aus seiner misslichen Lage befreien und Schlimmeres verhindern.
13. April 2025
Ein Sportler ist an der Krettenburg nahe der Oberen Firstalm mit einem Arm im Fels hängengeblieben und konnte nicht mehr weiterklettern. Die Bergwacht setzte auf einen Hubschrauber mit Bergetau. Ob der vielversprechende Name Krettenburg die Felskante so populär gemacht hat, oder tatsächlich die optische Ähnlichkeit mit einer Burg die Besucher anzieht: Auf Outdoor-Portalen im Internet wird der Felsriegel nahe der Oberen Firstalm jedenfalls als „Sportklettergebiet“ angepriesen und ist entsprechend hoch frequentiert. Im Falle einer Bergung stehen Bergretter dort aber vor besonders schwierige Bedingungen, wie Bergwacht-Sprecher Lenz Haberle nach einem aktuellen Einsatz berichtet. Ein 30-jähriger Münchner, der am Sonntagnachmittag, 13.04.2025, festsaß, musste schließlich aus der Luft gerettet werden. Zuvor war der Kletterer gemeinsam mit seiner Partnerin im Vorstieg auf dem Weg nach oben. Wohl beim Spreizen, einer speziellen Klettertechnik, blieb der Sportler jedoch mit seinem Arm in einer Felsspalte hängen. Dadurch kugelte er sich die Schulter aus und konnte nicht mehr weiterklettern. „Seine Partnerin hat ihn auf eine Felsbank abgeseilt und die Bergwacht alarmiert“, schildert Haberle. Die Bergwacht rückte daraufhin mit drei Schlierseer und zwei Münchner Kameraden sowie einem Luftretter an die Einsatzstelle aus, wo ohne Unterstützung aus der Luft allerdings wenig zu machen war. „Ohne Hubschrauber wäre es für uns problematisch gewesen“, sagt Haberle. Obwohl kein Rettungshubschrauber auf deutscher Seite verfügbar war, konnte der Münchner innerhalb kürzester Zeit gerettet werden: Ein Helikopter aus dem Zillertal in Tirol machte sich auf den Weg und erreichte die Krettenburg nach nur zwölf Minuten, erklärt Haberle. Mit einem Bergetau sicherten die Retter den Verletzten schließlich und transportierten ihn so vom Felsen, wo er erstversorgt wurde, bevor der Weitertransport ins Krankenhaus Agatharied erfolgte. Lebensgefahr bestand für den Verletzten nicht. Für die Bergwacht dauerte der Einsatz insgesamt rund zwei Stunden und dürfte auch andere Kletterer sensibilisiert haben. „Zur Zeit des Unfalls waren an der Krettenburg vier Gruppen zum Klettern unterwegs“, berichtet Haberle. Artikel aus dem Miesbacher Merkur : Kletterunfall an der Krettenburg: Bergwacht rettet Münchner (30) aus der Luft
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