11. Januar 2026
Bei Schneetreiben und einsetzender Dunkelheit gerieten vier Skitourengeher auf dem Weg zur Bodenschneid in eine Notlage. Die Bergwacht Schliersee rückte aus. Verletzt wurde niemand. Aus steilem, unwegsamem Gelände musste die Bergwacht Schliersee am späten Samstagnachmittag (10. Januar) vier Skitourengeher retten. Die Wintersportler hatten einen Notruf abgesetzt, weil sie sich eine Fortsetzung ihrer Tour eigenständig nicht mehr zugetraut hatten. Bei starkem Schneefall waren bereits mehrere Schneerutsche in dem Hang abgegangen. Wie Bergwacht-Sprecher Lorenz Haberle berichtet, hatten die drei Frauen und der Mann mithilfe eines Online-Tourenportals eine Rundtour von Neuhaus auf die Obere Firstalm und von dort zur Bodenschneid und zum Suttenstein geplant. Auf dem Weg zur Bodenschneid versäumten die Sportler allerdings einen Abzweig und gerieten in steiles Hanggelände. In ihrer Angst alarmierten sie gegen 16.20 Uhr, also bereits bei einsetzender Dämmerung, die Leitstelle. „Es hieß, dass Lebensgefahr besteht“, erklärt Haberle. Die Bergwacht Schliersee rückte daraufhin mit sechs Bergrettern und einer Hundeführerin aus. Ein in der Nähe befindlicher Rettungshubschrauber konnte aufgrund des Schneetreibens und der schlechten Sicht die Einsatzkräfte nicht unterstützen. Ein Bergretter und das Schneefahrzeug des Skigebiets begaben sich in die Nähe der der Tourengeher-Gruppe, die laut Haberle gut ausgerüstet war und Lampen dabei hatte, und geleitete sie durch Lichtzeichen in sicheres Gelände. In der Zwischenzeit machte sich an der Unteren Firstalm eine Einsatzmannschaft bereit, um gegebenfalls bei einem Lawinenabgang sofort eingreifen zu können. Von dort ging es zur Unteren Firstalm, wo ein Rettungsfahrzeug der Bergwacht die Sportler aufnahm und zurück nach Neuhaus brachte. Alle blieben glücklicherweise unverletzt und waren laut Haberle nach der Rettungsaktion wieder guter Dinge. Aus Sicht der Bergwacht hätten die Sportler richtig gehandelt, sagt der Pressesprecher. Das Gelände, in das sich die Gruppe verirrt hatte, „ist einfach zu steil, fast senkrecht“. Haberle rät dazu, nach den ergiebigen Neuschneefällen bei Tourenplanungen auch die aktuellen Lawinenwarnstufen im Blick zu behalten. nach Bericht vom 12.01.2026 auf merkur.de